8. März

Man muss vor nichts im Leben Angst haben, wenn man seine Angst versteht. (Marie Curie)

Die meisten von uns haben ältere Verwandte über unsere Ängste in der Kindheit erzählen hören. Dabei handelte es sich vorwiegend um ganz natürliche Kinderängste, wie die Angst vor dem ersten Schultag, vor großen Hunden oder die Angst vor der Dunkelheit. Später lernten wir, mit diesen Ängsten umzugehen und verloren sie schließlich. Wenn wir heute von diesen Ängsten hören, können wir nur darüber lächeln.

Doch wie gehen wir heute mit unseren Ängsten um? Zum Beispiel mit der Angst vor einer Begegnung mit fremden Menschen, vor einer Veranstaltung, vor einem Verlust oder einem Treffen mit den Eltern? Anstatt zu versuchen, den Grund unserer Angst zu verstehen, lassen wir uns von ihr überwältigen.

Wir können unsere Ängste jedoch überwinden, indem wir uns die Frage stellen: „Was kann mir schlimmstenfalls passieren?“ Vielleicht ist das,, wovor wir Angst haben, im Grunde genommen ganz harmlos? Vielleicht haben wir Angst vor einer Beförderung oder einer Auseinandersetzung mit den Eltern? Wovor immer wir auch Angst haben, wichtig ist, dass wir unserer Angst auf den Grund gehen. Denn wenn wir imstande sind, sie zu verstehen, werden wir eines Tages auch in der Lage sein, unser Leben zu meistern. Dann werden wir bewusst handeln, statt uns von unseren Ängsten leiten zu lassen.

Ich werde mich zunächst mit einer meiner zahlreichen Ängste auseinandersetzen, um besser damit umgehen zu können.