8. April

Jeder von uns ist schon im Sturm gegangen und vor den Wölfen am Wegesrand geflohen. Aber hier drinnen ist es trocken und warm. Für diesen sicheren und hellen Platz will ich dir heute Abend danken, mein Gott. (Sarah Teasdale)

Wieder ein Tag vorüber! Manchmal verspüren wir Erleichterung bei dieser Feststellung, manchmal Enttäuschung, und ein anderes Mal Zufriedenheit.
Heute Abend können wir dankbar sein für den vergangenen Tag. Das heißt nicht, dass wir nur Dankbarkeit und Anerkennung verspüren für etwas, das wir uns gewünscht und bekommen haben. Dankbar sein bedeutet, alle Ereignisse des Tages und alle Begegnungen mit Menschen wichtig zu nehmen. Es bedeutet auch, Enttäuschungen und Schmerzen zu verstehen, damit wir uns bewusst werden, welchen Sinn sie in unserem Leben haben. Dankbar sein heißt auch, darauf zu vertrauen, dass alles, was geschieht, die Höhere Macht uns beschert hat. Wir können getrost davon ausgehen, dass hinter allem ein höherer Sinn steht.

Es ist an der Zeit, dass wir Dankbarkeit empfinden. Wir können die Ereignisse des Tages wie ein Tonband vor uns ablaufen lassen und dabei sehen, hören und fühlen. Am Ende des Bandes können wir der Höheren Macht danken für den heutigen Tag, für die Begegnungen, die wir hatten, und für das Wissen und die Erfahrung, die wir gewonnen haben.

Mein Gott, ich danke dir für den heutigen Tag. Ich weiß, dass ich alles, was ich heute erhalten habe, dir verdanke.