9. März

Wenn wir uns wünschten, nur glücklich zu sein, ginge das sicher in Erfüllung. Aber wir wünschen uns, glücklicher als andere zu sein. Doch das ist nicht möglich, denn wir halten die anderen immer für glücklicher als sie sind. (Charles de Secondat Montesquieu)

Wie oft sind wir mit Freunden essen gegangen und haben das gleiche bestellt wie sie? Oder wir haben uns ein Paar Schuhe oder sonst ein Kleidungsstück gekauft, nur weil es uns an jemand anderem gefallen hat. Jemanden nachzuahmen ist sicherlich ein Kompliment an den anderen, aber es bedeutet auch, dass wir so sein möchten wie andere.

Immer wieder wünschen wir uns: „Wenn ich doch so glücklich wäre wie der oder die!“ Gewiss ist es leichter, die Gefühle unserer Mitmenschen zu beurteilen, als die eigenen. Das kann so weit führen, dass wir ohne den Vergleich mit den anderen nicht einmal wissen, wie wir uns selbst fühlen.

Aber der Schein trügt. Jemand kann den glücklichsten Eindruck erwecken und dennoch sehr unglücklich sein. Glück muss von innen kommen. Keinesfalls dürfen wir versuchen, dem Glück anderer nachzueifern. Das Glück, das wir ausstrahlen, kann nur aus uns selbst kommen.

Der Blick in den Spiegel verrät mir, ob ich tatsächlich glücklich bin. Wenn ich noch glücklicher sein möchte, muss ich mir mein Glück selbst schmieden.