9. September

Wie schön wäre es doch, wenn die Menschen immer freundlich wären … Was ist weiser, als freundlich zu sein? Und was ist freundlicher, als verständnisvoll zu sein? (Thomas Tyron)

Manchmal empfinden wir das Leben als hart und ungerecht. Vermutlich haben wir dieses Gefühl bereits vor Jahren verspürt, als wir in einer Alkoholikerfamilie aufwuchsen. Und dieses Gefühl ist uns geblieben, als wir, durch unsere Sucht bedingt, uns mit Menschen, Plätzen und Dingen herumschlugen.

Heute können wir uns im Geist sogar eine Liste mit all den unerfreulichen Dingen in unserem Leben aufstellen: Familie, Freunde, Chefs, Enttäuschungen, Krankheiten. „Das Leben verschont mich wirklich nicht!“ werden wir vielleicht stöhnen.

Doch wir könnten auch selbst den Anfang machen und zu den anderen freundlich sein. Wie oft hätten wir heute lächeln können, statt ein finsteres Gesicht zu machen? Oder hätten wir nicht beim Autofahren rücksichtsvoller sein können? Vielleicht hätten wir auch einmal ans Telefon gehen und mit einem Freund oder einem Familienmitglied ein paar freundliche Worte wechseln können. Die Unfreundlichkeiten von heute können wir aber nicht mehr rückgängig machen, wir können nur versuchen, uns ab morgen zu ändern.

Gibt es jemanden, der sich über meine Freundlichkeit und mein Verständnis freuen würde? Wie kann ich ihm meine Freundlichkeit zeigen?