14. Oktober – Kontrolle versus Vertrauen

Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der mich bereits die Tatsache zu leben so sehr ängstigte und überforderte, dass ich ernsthaft in Erwägung zog, für die nächsten fünf Jahre einen Plan für jeden Tag meines Lebens zu erstellen. Darin wollte ich alle Hausarbeiten aufzählen, die ich zu tun hatte, und wann ich sie zu tun hatte; ich wollte sogar die Ruhezeiten eintragen. Ich wollte Ordnung schaffen in einem meiner Meinung nach unvorstellbaren Chaos. Ich brauchte das Gefühl, die Dinge kontrollieren zu können.

Kontrolle ist eine direkte Antwort auf unsere Angst, Panik und Hilflosigkeit. Sie ist eine direkte Antwort auf Überforderung und Misstrauen.

Wir vertrauen weder uns selbst, unserer Höheren Macht, dem Plan, dem Universum, noch dem Lebensprozess. Statt Vertrauen zu haben, verfallen wir wieder in Kontrollverhalten.

Diesem Kontrollbedürfnis können wir abhelfen, indem wir mit unserer Angst umgehen. Unsere Angst besiegen wir durch Vertrauen – Vertrauen zu uns selbst, zu unserer Höheren Macht, zur Liebe und zur Unterstützung, die aus dem Universum kommen, dem Großen Plan. Diesen Vorgang nennen wir Leben und innere Heilung.

Wenn die Dinge nicht so funktionieren, wie wir uns das vorstellen, können wir darauf vertrauen, dass Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat.

Wir können darauf vertrauen, dorthin zu gelangen, wo wir ankommen müssen, zu sagen, was wir sagen müssen, zu sein, wer wir sein müssen, und all das zu werden, was wir werden können – zu einer Zeit, die für uns bestimmt ist, zu einer Zeit, da wir bereit sind – kurzum, wenn die Zeit reif ist.

Wir können darauf vertrauen, dass unsere Höhere Macht uns die Unterweisung zuteil werden lässt, die wir brauchen.

Wir können vertrauen, dass wir sie vernehmen und entsprechend reagieren.

Wir können darauf vertrauen, dass uns alles, was wir für diese Reise brauchen, mitgegeben wird. Wir werden nicht alles sofort bekommen, was für den ganzen Weg nötig ist. Wir bekommen heute das, was wir heute brauchen, und morgen das, was wir morgen brauchen. Es war nie vorgesehen, dass wir alles, was wir für die ganze Unternehmung benötigen, von Anfang an mit uns schleppen; die Last wäre zu schwer. Die Absicht war stets, die Reise so mühelos wie möglich zu gestalten.

Haben Sie Vertrauen zu sich selbst. Wir müssen nicht alles planen, kontrollieren und vorher festlegen. Der Plan und die Reihenfolge sind bereits festgelegt. Wir müssen nur an der Ausführung mitwirken.

Der Weg wird klar vor uns liegen, und wir werden reichlich versorgt sein, einen Tag nach dem anderen.

Haben Sie Vertrauen in das Heute.

Heute vertraue ich darauf, dass ich alles erhalte, was ich brauche, um mich durch den heutigen Tag zu bringen. Ich vertraue darauf, dass morgen das gleiche geschieht.