17. Oktober – Gefühle und Kapitulation

Wenn wir uns im Innern völlig ausliefern, ist das eine persönliche und spirituelle Erfahrung.

Diese „Kapitulation“ vollzieht sich nicht nur in unserem Kopf. Wir erzwingen oder beherrschen sie nicht durch Willenskraft. Es geht um eine tiefe Erfahrung, die wir machen.

Eine bejahende Haltung, durch die wir uns völlig ausliefern, ist nicht wie ein Programm, das reibungslos abläuft – denn oft beinhaltet sie eine ganze Reihe unangenehmer Gefühle: Wut, Zorn und Trauer, gefolgt von Erleichterung und Erlösung. Wenn wir uns ergeben, erleben wir unsere Frustration und Wut gegen Gott, gegen andere Menschen, gegen uns und das Leben. Dann erreichen wir den inneren Kern von Schmerz und Trauer, jener schweren seelischen Last, die zutage gefördert werden muss, bevor wir uns wohl fühlen können. Oftmals ist damit die Heilung und Befreiung von Gefühlen in den tiefen Schichten unserer Seele verbunden.

Indem wir unsere Waffen strecken, kommen die Dinge in Gang. Unsere Zukunftsängste und Unsicherheiten werden frei.

Wir werden beschützt. Wir werden geführt. Gutes wurde für uns geplant. Der nächste Schritt muss nun getan werden. Die innere Kapitulation ist der Vorgang, der es uns ermöglicht voranzukommen. Damit nimmt uns die Höhere Macht bei der Hand.

Vertrauen Sie darauf, dass alles zur rechten Zeit geschieht, und bauen Sie auf die Freiheit, die Sie erwartet, wenn Sie sich durch diese spirituelle Erfahrung gekämpft haben.

Ich öffne mich dem Prozess der inneren Kapitulation in meinem Leben. Ich lasse alle unangenehmen und starken Gefühle zu, die nach außen kommen müssen.