17. November – Trauer und Aktivität

Vertraue auf Gott und tu etwas (Mary Lyon)

Es ist wichtig, dass wir die Trauer als Zwischenaufenthalt zwischen gestern und morgen sehen. Doch wir dürfen uns nicht von unserer Trauer oder unserem Schmerz beherrschen lassen.

Es gab Zeiten, in denen wir genügend getrauert, uns der Last, Mühsal und Enge einer Situation lange genug hingegeben haben. Es wird Zeit, auszubrechen. Es wird Zeit, etwas zu unternehmen.

Wir werden wissen, wann die Zeit gekommen ist, die Trauerarbeit zu beenden. Es wird Zeichen in und um uns geben. Die Last ermüdet uns. Ein Gedanke nimmt Gestalt an; eine Gelegenheit ergibt sich. Auch wenn Sie denken: „Nein, es klappt ja doch nicht ... zu viel Aufwand ...“ Tun Sie es dennoch. Versuchen Sie etwas. Gehen Sie aus sich heraus. Raffen Sie sich auf. Tun Sie etwas Ungewöhnliches, etwas anderes, etwas Besonderes.

Eine neue Aktivität trägt vielleicht dazu bei, den Umwandlungsprozess auszulösen. Gehen Sie abends zwei Stunden später zu Bett als sonst! Treffen Sie eine Verabredung, um etwas für sich zu tun, das anders ist als das, was Sie gewöhnlich tun. Besuchen Sie jemanden, den Sie seit Jahren nicht gesehen haben. Tun Sie etwas, um den neuen Energiefluss in Gang zu bringen.

Wir haben vielleicht gar nicht das Bedürfnis, aus unserer Trauer auszubrechen. Es mag sicherer, einfacher sein, in unserem Kokon eingesponnen zu bleiben. Fangen Sie an, sich zu befreien.

Prüfen Sie die Festigkeit Ihres Schutzpanzers. Drücken Sie dagegen. Drücken Sie ein wenig stärker. Möglicherweise ist die Zeit gekommen, die Hülle abzustreifen.

Heute vertraue ich Gott und dem fortschreitenden Prozess meiner inneren Heilung, werde aber auch selbst etwas zur Steigerung meines Wohlbefindens unternehmen.