17. September – Neues Beziehungsverhalten

Wir befassen uns eingehend mit neuem Beziehungsverhalten: Andere so sein lassen, wie sie sind, ohne Überreaktion, ohne sich persönlich gekränkt zu fühlen, und dabei die eigene Stärke geltend machen, um mich selbst sorgsam zu behandeln. Wir nehmen uns vor, unser Kontrollbedürfnis abzulegen, den Blick auf unsere Eigenverantwortung zu richten, uns nicht zu Opfern zumachen, indem wir uns auf andere fixieren und uns dabei selbst vernachlässigen. Wir sprechen davon, gesunde Grenzen zu setzen und beizubehalten, etwas direkt anzusprechen und Verantwortung zu übernehmen für das, was wir wünschen und brauchen.

Dieses Verfahren hilft uns gewiss im Umgang mit abhängigen Menschen, und es eignet sich nicht nur für so genannte „dysfunktionale Beziehungen“. Es ist unser neues Beziehungsverhalten. Es hilft uns in schwierigen, angespannten Beziehungen und auch in gesunden Beziehungen, die zeitweilig größeren Belastungen ausgesetzt sind.

Mit diesem neu erworbenen Verhalten eigenen wir uns gesunde Techniken an, mit deren Hilfe wir die Qualität aller unserer Beziehungen verbessern.

Im Beisein anderer Mitmenschen gehen wir sorgsam mit uns selbst um – wir lernen, uns um uns selbst zu kümmern und zu lieben. Je gesünder wir werden, desto gesünder werden unsere Beziehungen. Und wir werden unser Bedürfnis nach gesundem Verhalten nie ablegen.

Heute denke ich daran, mein neues Verhalten in all meinen Beziehungen anzuwenden – bei Freunden und Arbeitskollegen ebenso wie in meiner Liebesbeziehung. Ich bemühe mich darum, auch in schwierigen Beziehungen Sorge zu tragen für mich selbst, und finde heraus, welche Techniken am geeignetsten sind. Weiterhin überlege ich mir Möglichkeiten, wie meine gesunden Beziehungen von meinen neuen Fähigkeiten profitieren können.