18. November – Zuwendung zulassen

Lassen Sie sich verwöhnen und lieben. Lassen Sie zu, dass Menschen für Sie da sind. Lassen Sie sich umarmen, wenn Ihnen körperliche Nähe gut tut. Lassen Sie zu, dass Ihnen jemand zuhört, Sie unterstützt und ermutigt, wenn Sie Zuspruch brauchen. Schöpfen Sie Trost aus der Gegenwart eines Menschen, wenn Sie Trost brauchen. Lassen Sie zu, dass ein anderer Ihnen emotionalen Rückhalt gibt und sich um Sie kümmert.

Wir sind lange im Hintergrund gestanden, haben uns um die Bedürfnisse anderer gekümmert und behauptet, wir hätten keine eigenen. Wir haben das Verlangen nach Zuwendung zu lange zurückgehalten.

Jetzt ist die Zeit gekommen, um diese Bedürfnisse zuzulassen, sie zu erkennen und zu begreifen, dass wir das Recht haben, sie zu befriedigen.

Welche Bedürfnisse haben wir? War würde uns gut tun? In welcher Form möchten wir uns gern von anderen umsorgt und unterstützt wissen? Je klarer unsere Vorstellung über unsere Bedürfnisse, desto größer die Chance, sie zu befriedigen.

Zärtlichkeit. Ein offenes Ohr. Rückhalt. Zuspruch. Die körperliche und emotionale Gegenwart von Menschen, die uns mögen. Klingt das gut? Verlockend?

Jemand sagte einmal zu mir: „Die achtziger Jahre waren ein Ich-Jahrzehnt. Vielleicht werden die neunziger ein Du-Jahrzehnt.“

Ich antwortete spontan: „Lass uns die neunziger Jahre zu einem Ich-und-Du-Jahrzehnt machen.“

Egal, wie lange wir an unserer inneren Heilung arbeiten – unser Bedürfnis nach Zuwendung und Liebe bleibt immer bestehen.

Heute öffne ich mich, um meine Bedürfnisse nach Zuwendung zu erkennen. Ich öffne mich den Bedürfnissen meiner Mitmenschen. Ich kann damit beginnen, eine aufmerksame, liebevolle Haltung mir gegenüber einzunehmen und Verantwortung für meine Bedürfnisse in meinen Beziehungen zu übernehmen.