18. August – Den Augenblick achten

Der innere Abstand erfordert ein Leben in der Gegenwart – im Hier und Jetzt. Wir lassen das Leben geschehen, statt es zu zwingen oder kontrollieren zu wollen. Wir verzichten darauf, der Vergangenheit nachzutrauern und uns vor der Zukunft zu ängstigen. Wir machen das Beste aus jedem Tag.

Im gegenwärtigen Augenblick sind wir genau da, wo wir sein müssen und wo wir hingehören.

Wie oft vergeuden wir unsere Zeit und Energie mit dem Wunsch, anders zu sein, als wir sind, etwas anderes zu tun oder woanders zu sein. Wir wünschen, unsere gegenwärtigen Umstände wären anders.

Wir versetzen uns unnötig in Verwirrung und verzetteln uns, wenn wir glauben, der gegenwärtige Augenblick sei falsch. Denn wir sind genau an dem Ort, wo wir jetzt sein müssen. Unsere Gefühle, Gedanken, Umstände, Anforderungen, Aufgaben – alles geschieht nach Plan.

Wir verderben die Schönheit des Augenblicks, wenn wir uns etwas anderes wünschen.

Kehren Sie zu sich zurück. Kehren Sie zurück zum gegenwärtigen Augenblick. Wir verändern die Dinge nicht, wenn wir ihm entfliehen. Wir verändern die Dinge, wenn wir uns dem Augenblick hingeben und ihn annehmen.

Manche Augenblicke sind leichter anzunehmen als andere.

Um diesem Vorgang zu vertrauen, ihm ganz zu vertrauen, ohne an der Vergangenheit zu hängen oder zu weit in die Zukunft blicken zu wollen, bedarf es eines starken Glaubens. Geben Sie sich dem Augenblick hin. Schlagen Sie mit der Faust auf den Tisch, wenn Sie wütend sind. Halten Sie die Grenze ein, die Sie sich gesetzt haben. Überlassen Sie sich Ihrer Trauer, wenn Sie traurig sind. Tauchen Sie ein. Folgen Sie Ihrer Intuition. Haben Sie Geduld, wenn Sie warten. Gehen Sie voll Freude an eine Aufgabe, die vor Ihnen loegt. Gehen Sie in den Augenblick hinein; der Augenblick ist richtig.

Wir befinden uns am dem Platz, wo wir hingehören. Morgen gelangen wir an den Ort, für den wir bestimmt sind. Und dieser Ort wird gut sein.

Der Plan wurde liebevoll für uns ausgearbeitet.

Hilf mir, Gott, mein Bedürfnis abzulegen, ein anderer zu sein als der, der ich heute bin. Hilf mir, ganz in den gegenwärtigen Augenblick einzutauchen. Ich werde mich diesen Augenblicken – den schwierigen und den leichten – hingeben im Vertrauen auf den Ablauf der Dinge. Ich werde aufhören, diesen Prozess kontrollieren zu wollen; statt dessen werde ich mich entspannen und mich den Erfahrungen überlassen.