19. Oktober – Unsere guten Seiten

Was sind Co-Abhängige? Die Antwort ist leicht. Sie sind die liebenswertesten, fürsorglichsten Menschen, die ich kenne.

Bei der Inventur unserer Person sollten wir nicht nur die negativen Seiten benennen. Sich nur mit dem Schlechten zu befassen, ist ein Kernthema unserer Co-Abhängigkeit.

Fragen Sie aufrichtig, furchtlos: „Was ist an mir gut? Was sind meine guten Seiten?“

„Bin ich ein liebevoller, fürsorglicher Mensch?“ Auch wenn wir unsere Selbstliebe vernachlässigt haben, als wir uns um andere kümmerten, ist gesunde Fürsorge nach wie vor ein Gewinn.

„Gibt es etwas, das ich besonders gut kann?“; „Habe ich einen starken Glauben?“; „Bin ich immer für andere da?“; „Arbeite ich gut in einem Team?“; „Besitze ich Führungsqualitäten?“; „Kann ich gut mit Worten oder mit Gefühlen umgehen?“

„Habe ich Humor?“; „Gelingt es mir, Leute aufzuheitern?“; „Gelingt es mir, andere zu trösten?“; „Habe ich die Fähigkeit, aus nichts etwas zu machen?“; „Sehe ich immer das Gute in den Menschen?“

Das alles sind vorteilhafte Charaktereigenschaften. Obwohl wir sie in der Vergangenheit vielleicht extrem und zu unserem Nachteil eingesetzt haben, ist das nicht tragisch. Jetzt sind wir auf dem Weg, den Ausgleich zu schaffen.

Es geht  nicht darum, unsere Persönlichkeit zu verleugnen. Es geht darum, unsere negativen Aspekte zu akzeptieren, zu verändern, zu bearbeiten und umzuwandeln und auf unsere positiven Aspekte zu bauen. Wir alle haben Vorzüge; wir müssen uns nur mit ihnen beschäftigen, sie zutage fördern und stärken.

Co-Abhängige sind besonders liebevolle, fürsorgliche Menschen. Nun lernen wir, uns selbst ein wenig mehr Aufmerksamkeit und Fürsorge zukommen zu lassen.

Heute konzentriere ich mich auf meine guten Eigenschaften. Ich lasse einen Teil der Fürsorge, die ich der Welt zukommen ließ, mir selbst zukommen.