20. September – Spontaneität

Wir lernen, uns gehen zu lassen. Wir lernen, spontan zu sein.

Spontaneität mag einige von uns erschrecken. Wir haben Angst, die Kontrolle zu verlieren, sobald wir einmal loslassen. Wir halten uns noch immer an die Gebote der Co-Abhängigkeit; die Spontaneität zu verbieten: Sei gut; sei rechtschaffen; sei perfekt; sei stark; freue dich nicht; und verliere nie die Beherrschung.

Wir assoziieren Spontaneität mit süchtigem, zwanghaftem, selbst zerstörerischem oder leichtfertigem Verhalten.

Darum geht es nicht. Zur positiven Spontaneität gehört, dass wir uns frei darüber äußern, wer wir sind – in einer Form, die Spaß macht, gesund ist, uns nicht verletzt und die Rechte anderer nicht beschneidet.

In dem Maße, wie unser Selbstbewusstsein größer wird und unsere Selbstachtung zunimmt, lernen wir, spontan und rrei zu sein. Spontaneität entsteht dann, wenn wir uns selbst mehr vertrauen, fester an uns glauben und fähiger werden, gesunde Grenzen zu setzen.

Spontaneität ist verbunden mit unserem Spieltrieb und unserer Fähigkeit zu Intimität. Für all diese wünschenswerten Eigenschaften müssen wir unser Bedürfnis ablegen, uns selbst und andere zu kontrollieren, so dass wir den gegenwärtigen Augenblick ganz und innerlich befreit erleben können.

Lassen Sie die Zügel etwas lockerer. Was ist schon dabei, wenn Sie einen Fehler machen? Was ist schon dabei, wenn Sie unrecht haben? Schmunzeln Sie über Ihre Unzulänglichkeiten. Gestehen Sie sich kleine Schwächen und Verletzlichkeiten zu. Gehen Sie ein Wagnis ein!

Wir könne spontan sein, ohne uns oder andere zu verletzen. Jeder wird von unserer Spontaneität profitieren.

Heute werfe ich alte Normen über Bord und freue mich, so zu sein, wie ich bin. Ich erfreue mich am Geschenk des Lebens, an meiner Person und an anderen Menschen.