21. August – Distanz in Beziehungen

Viele von uns halten die Vorstellung, auf Distanz zu gehen, zunächst für fragwürdig und zweifelhaft. Wir setzen Distanz mit Desinteresse gleich und glauben, durch Kontrolle, Sorge und Zwang den Grad unserer Zuneigung zeigen zu müssen.

Wir glauben, dass Kontrolle, Sorge und Zwang irgendwie das von uns gewünschte Resultat herbeiführen. Solches Verhalten bewirkt gar nichts. Auch wenn wir im Recht sind: Es bringt nichts, Kontrolle auszuüben. Dadurch kann das Resultat, das wir uns erhoffen, sogar verhindert werden.

Erst wenn wir das Prinzip der inneren Loslösung auf die Menschen unserer Umgebung anwenden, beginnen wir allmählich die Wahrheit zu erkennen. Sich loslösen, sich möglichst liebevoll loslösen, ist ein Beziehungsverhalten, das zum Erfolg führt.

Wir lernen noch etwas. Innere Distanz wirkt sich auf alle unsere Beziehungen förderlich aus; öffnet Türen, so dass wir bestmögliche Resultate erzielen können; vermindert unsere Frustration und befreit uns und andere für ein Leben in Frieden und Harmonie.

Distanz bedeutet, dass wir uns um uns selbst und um andere kümmern. Sie bewirkt, dass wir die bestmöglichen Entscheidungen frei treffen können; befähigt uns, die Grenzen zu erreichten, die wir gegenüber anderen Menschen brauchen; lässt unsere Gefühle zu. Wir hören auf zu reagieren und beginnen, positiv zu agieren. Durch solches Verhalten werden andere ermuntert, das gleiche zu tun.

Distanz gibt unserer Höheren Macht die Chance, sich einzuschalten und mitzuwirken.

Heute vertraue ich liebevoll dem Prozess der inneren Loslösung. Ich begreife, dass ich nicht nur loslasse, ich lasse los und überlasse es Gott, das Seine zu tun. Ich liebe andere, aber ich liebe auch mich selbst.