31. Mai - Was, wenn?

Ich sprach einmal mit einem Freund über eine Sache, die ich vorhatte. Ich machte mir nämlich Sorgen, wie ein bestimmter Mensch auf meine Absichten reagieren würde.

"Was, wenn er damit nicht zurechtkommt?" fragte ich.

"Dann", erwiderte mein Freund, "musst du damit zurechtkommen."

Dieses "Was, wenn" kann uns verrückt machen. Es legt die Macht über unser Leben in die Hände eines anderen. "Was, wenn" ist ein Signal, dass wir in die alte Denkweise zurückfallen, die Menschen müssten auf bestimmte Weise reagieren, damit wir unseren Kurs fortsetzen können.

"Was, wenn" ist zudem ein Hinweis darauf, dass wir uns fragen, ob wir selbst und unserer Höheren Macht vertrauen können, das zu tun, was zu unserem Besten ist. Das sind Überbleibsel unseres Denkens, Fühlens und Verhaltens aus der Co-Abhängigkeit und sie signalisieren Angst.

Die Reaktionen, Gefühle, Neigungen oder Abneigungen anderer dürfen unsere Verhaltensweisen, Gefühle und unsere Richtung nicht bestimmen. Wir müssen nicht darüber bestimmen, wie andere auf unsere Entscheidungen reagieren. Wir können darauf vertrauen, dass wir mit Hilfe unserer Höheren Macht jedes Ergebnis - ob angenehm oder unangenehm - in den Griff bekommen. Und wir werden es sicher in den Griff bekommen!

Heute mache ich mir keine Sorgen um die Reaktionen anderer Menschen oder um Ereignisse, die außerhalb meiner Kontrolle liegen. Statt dessen konzentriere ich mich auf meine Reaktionen. Ich werde heute mit meinem Leben gut umgehen und darauf vertrauen, dass ich das morgen wieder tue.