7. September – Anderen gegenüber machtlos sein

Hören wir auf, andere Menschen zu entschuldigen.

Hören wir auf, uns selbst zu entschuldigen.

Es ist zwar unser Ziel, ein gesundes Mitgefühl zu entwickeln, zu verzeihen, zu akzeptieren und zu lieben, gleichzeitig aber streben wir danach, die Wirklichkeit so zu sehen, wie sie ist, und die Menschen für ihr Verhalten verantwortlich zu machen. Auch können wir uns selbst für unser Verhalten verantwortlich machen und gleichzeitig Mitgefühl und Verständnis für uns aufbringen.

Mit dem Eingeständnis unserer Machtlosigkeit bekennen wir uns nicht zu einer verantwortungslosen Haltung. Wir wagen, wir haben keine Macht darüber, was andere tun, getan haben oder tun werden. Wir haben den Wunsch, ein bisher ineffektives, auf bloßer Willensanstrengung und Kontrolle basierendes Leben aufzugeben. Und wir treten eine spirituelle, mentale und emotionale Reise an, in der wir Verantwortung für uns selbst übernehmen.

Wir sind keine Opfer. Wir sind nicht hilflos. Wenn wir die eigene Machtlosigkeit dort, wo es angebracht ist, akzeptieren, sind wir fähig, unsere wahre Stärke geltend zu machen und Sorge zu tragen für uns selbst.

Heute suche ich nicht nach Entschuldigungen für mein Verhalten oder das Verhalten eines anderen. Ich lasse Konsequenzen und Verantwortlichkeiten dort, wo sie hingehören.