9. August – Um das bitten, was wir brauchen

Entscheiden Sie, was Sie wollen und brauchen, und wenden Sie sich dann an die Person, die den Wunsch erfüllen kann, und sprechen Sie die Bitte aus.

Es ist ein gewisser Energieaufwand nötig, bevor wir beikommen, was wir wollen und brauchen. Zunächst müssen wir das benennen, was wir wollen, ehe wir uns dann selbst davon überzeugen, dass es uns zusteht. Wenn wir uns an jemanden wenden, der unsere Bitte abschlägt, müssen wir die Enttäuschung verkraften und Überlegungen anstellen, welchen Schritt wir als nächsten tun.

Manchmal ist es gar nicht so schwer, das zu bekommen, was wir wollen und brauchen. Manchmal müssen wir nur darum bitten.

Wir können uns an einen Menschen oder an unsere Höhere Macht wenden und um das bitten, was wir brauchen.

Da es mitunter Mühe kostet, das zu bekommen, was wir wünschen und brauchen, begehen wir den Fehler zu glauben, es müsse immer mühsam sein. Wir scheuen Auseinandersetzungen oder Hindernisse; unsere Angst macht es uns oft viel schwerer, das Gewünschte zu bekommen, als es eigentlich nötig wäre.

Wir geraten in Wut, bevor wir eine Bitte aussprechen, da wir der Überzeugung sind, ohnehin nie das zu bekommen, was wir wollen, oder rüsten uns zum bevorstehenden „Kampf“. Wenn wir dann unseren Wunsch vortragen, sind wir so wütend, dass wir fordern, statt zu bitten. Unsere Wut setzt einen Machtkampf in Gang, der sich zunächst nur in unserem Kopf abspielt.

Oder wir regen uns so sehr auf, dass wir nicht bitten – oder wir vergeuden weit mehr Energie als nötig im Kampf gegen uns selbst, nur um später festzustellen, dass der Betreffende oder unsere Höhere Macht uns bereitwillig das gibt, was wir haben wollen.

Manchmal müssen wir um die Erfüllung eines Wunsches kämpfen, uns darum bemühen und abwarten. Manchmal wird uns ein Wunsch erfüllt, wenn wir danach fragen oder einfach erklären, dass wir etwas Bestimmtes haben wollen.

Bitten Sie um die Erfüllung eines Wunsches. Wenn die Antwort nein ist, beziehungsweise nicht so lautet, wie wir sie uns vorstellten, dann können wir immer noch entscheiden, welchen Schritt wir als nächsten tun.

Heute hüte ich mich davor, eine unnötig schwierige Situation hinsichtlich meiner Wünsche und Bedürfnisse gegenüber anderen Menschen oder meiner Höheren Macht heraufzubeschwören. Wenn ich etwas brauche, werde ich zunächst darum bitten, bevor ich darum kämpfe.