23. September

Vorausgesetzt, dass ich sterben muss: Wie soll ich leben?
Michael Novak


Auf unserem Weg zur Genesung fallen wir manchmal in ein tiefes Loch. Weil wir unserem wahren Ich und gleichzeitig der Realität näher kommen, fühlen wir uns überwältigt, zutiefst erschrocken oder deprimiert. Wie viele Männer, fragen auch wir uns verzweifelt: "Wie ist es nur möglich, dass ich im Leben so sehr kämpfen muss, nur, um dann letzten Endes doch zu sterben?!"

Auf unserem Weg zur Heilung dürfen wir nicht mehr auf eines unserer lieb gewonnenen Betäubungsmittel zurückgreifen, weder auf Alkohol oder Drogen, noch auf unser kontrollierendes Verhalten oder unsere ausschweifende Lebensweise, die alle dem einen Zweck dienten: schmerzhafte Erkenntnisse zu verdrängen.

Um als Mensch zu reifen, müssen wir uns dieser schmerzlichen Wahrheit bewusst werden, ohne uns von ihr lähmen zu lassen.
Wir akzeptieren den Tod und wählen das Leben: Erst dann leben wir total in der Gegenwart. Wir entscheiden uns für Beziehungen, erfreuen uns an der Schönheit der Schöpfung und suchen nach dem Willen Gottes.

Gott, hilf mir, deine Wahrheit zu erkennen und zu einem lebendigen Teil deiner immerwährenden Schöpfung zu werden.