29. Februar

Macht ist die Kraft und die Fähigkeit, dich mit deinen Augen zu sehen, anstatt mit den Augen der anderen. Es ist die Fähigkeit, deinen eigenen Kreis um dich zu ziehen und nicht die Macht vom Kreis eines anderen zu borgen.
Agnes Whistling Elk

Es ist schwierig, sich als erwachsener Mann zu akzeptieren, sich mit den eigenen Augen zu sehen.

Als Kinder konnten wir unsere Identität nur in kleinem Umfang erfahren. Als Männer verbinden wir die Vorstellungen aus unserer Kindheit mit unserer erwachsenen Identität.

Vielleicht sind wir arrogant und meinen, wir wüssten alle Antworten auf die schwierigen Fragen des Lebens. Oder wir nehmen grundsätzlich eine Abwehrhaltung ein und lassen uns nichts sagen. Oder wir sind selbstgefällig und jagen nur unserem Vergnügen nach. All diese kindlichen Verhaltensweisen verhindern, dass wir uns mit unseren eigenen Augen sehen.

Persönliche Macht erwächst daraus, dass wir auf uns selbst und auf andere hören. Vollkommen unabhängig zu sein, stellten wir uns vielleicht als Kind in unseren Phantasien als Inbegriff der Macht vor.

Als erwachsene Männer schöpfen wir unsere Macht aus anderen Quellen: Indem wir offen und aufrichtig mit unserer Abhängigkeit umgehen und uns bewusst sind, dass wir keinen Anspruch darauf haben, dass irgend jemand anderes uns glücklich macht, werden wir immer souveräner.

Ich will einen Machtkreis um mich selbst ziehen und mich würdevoll in diesen Kreis stellen.