29. Mai

Mit dem Gebet können wir nicht so umgehen wie mit den meisten anderen Dingen in unserer "Knopfdruckgesellschaft". Es gibt weder "Gebetstabletten", noch "Erleuchtungszäpfchen".
Janie Gustafson

Das Gebet ist die individuelle Beziehung zwischen einem Menschen und seiner Höheren Macht. Diese Beziehung wird von unserem Verständnis von Gott bestimmt.

Vielleicht hilft es uns, einmal zu betrachten, wie andere Männer und Frauen in der Geschichte ihre Beziehung zu Gott gestaltet und wie sie gebetet haben.

Eine Beziehung ist kein flüchtiges Ereignis mit einem schnellen Resultat, sondern sie entsteht durch wiederholten Kontakt und ständigen Dialog.

Das Gebet ist Geben und Nehmen zugleich. Es spiegelt unsere Aufrichtigkeit im Umgang mit Gott wider und bringt unsere Offenheit zum Ausdruck, ihm zuzuhören, wie es ihm gebührt. Wie jede Beziehung, umfasst auch das Gebet all unsere Gefühle - Wut, Angst, Misstrauen, Ironie, Großzügigkeit, guten Willen, Dankbarkeit.

Allmählich gelingt es uns, die Ereignisse in unserem Leben mit der Weisheit zu betrachten, die uns unsere spirituelle Beziehung schenkt.

Ich nehme meinen Dialog mit Gott wieder auf. Ich bitte um Gottes Willen und die Kraft, mit ihm sprechen zu können.