30. August

Wer aufschiebt, stiehlt Zeit.
Edward Young

Aufschieben bedeutet, dass wir das Problem noch größer machen, indem wir uns seelisch bestrafen. Wir wissen, dass wir Zeit verschwenden. Wir kritisieren uns wegen unseres unverständlichen Verhaltens und vergrößern dadurch den Druck. Egal, ob wir Kleinigkeiten oder eine große Aufgabe vor uns herschieben - es wäre gut, wenn wir unsere Selbstkritik aufgeben und uns statt dessen überlegen würden, was unser Verhalten sagt.

Vielleicht brauchen wir Ruhe. Vielleicht müssen wir unseren Tatendrang zügeln. Vielleicht lähmt uns unser Perfektionismus. Vielleicht hindert uns auch eine versteckte "Alles oder Nichts"-Haltung, eine Sache in Angriff zu nehmen - nach dem Motto: "Wenn ich nicht alles auf einmal schaffe, warum soll ich dann überhaupt anfangen?" Vielleicht hält uns unterdrückte Wut davon ab, das zu tun, was nötig ist.

Wenn wir solches Verhalten an uns bemerken, ist es wichtig, dass wir uns fragen: "Was will mir meine Höhere Macht durch dieses Verhalten sagen?" Diese Frage bringt uns unserer spirituellen Reife näher als harte Selbstkritik, in die wir so leicht verfallen.

Heute will ich tun, was ich an einem Tag schaffen kann und den Kontakt zu meiner Höheren Macht pflegen.