4. Oktober

Angst entsteht immer dann, wenn wir mit dem Willen etwas erreichen wollen, das nicht dem Wollen unterliegt.
Leslie H. Farber

Es gibt Hunderte von Situationen, die wir mit dem Willen zu meistern versuchen, obwohl sie sich nicht durch Willenskraft erzwingen lassen. Ein Beispiel dafür ist das Einschlafen. Wir wollen einschlafen und müssen feststellen, dass es uns auf diese Weise nicht gelingt. Ein anderes Beispiel ist unser Wunsch, dass andere uns mögen oder dass wir potent sind. In keinem dieser Bereiche funktioniert unsere Willenskraft, weil sie nicht unserer bewussten Kontrolle unterliegen. Vielmehr spielen in diesen Situationen viele Faktoren eine Rolle. Sie gestalten sich ohne unser willentliches Zutun, wenn die Zeit und wir selbst reif sind.

Als wir noch nicht loslassen konnten und noch nicht damit vertraut waren, unseren Willen dem Willen Gottes anzuvertrauen, wurden unsere Ängste immer bedrohlicher. Und so flüchteten wir uns in Sucht und Abhängigkeit, um sie zu betäuben.

Einer der großen Irrtümer des Menschen in unserem Zeitalter liegt in dem Glauben, alles liege in seiner Hand. Unser Programm führt uns jedoch auf den sanfteren Weg der Demut, der gleichzeitig viel erfolgversprechender ist. Unser neues Ziel liegt darin, unseren Beitrag zu leisten und dann die Wohltaten zu ernten, die uns unser neues Leben schenkt.

Der Wille meiner Höheren Macht ist mir wohl gesonnen und viel weiser als ich selbst.