5. Juni

Wo keine Bewegung ist, herrscht Verfall. "Das Gemisch im Becher zersetzt sich, wenn es nicht geschüttelt wird."
Heraklit

Die Zeiten des Übergangs und der Veränderung sind oft schmerzhaft und manchmal sogar beängstigend. Tatsache ist jedoch, dass das Leben oft gerade dann am beschwerlichsten ist, wenn wir Veränderungen vermeiden wollen. Wenn wir zu sehr bemüht sind, Stabilität zu erlangen, können wir nicht mit dem endlosen Fluss des Lebens schwimmen. Unsere Seele verkümmert. Jeder von uns muss in seinem Leben Veränderungen bewältigen; manche schwelen in Form einer stillen Herausforderung kaum wahrnehmbar unter der Oberfläche, andere wiederum sind ganz offensichtlich, und wir müssen ihre Konsequenzen tragen. Wenn wir in jeder Veränderung nur das Schmerzliche sehen, machen wir uns das Leben nur schwerer. Zurückblickend erkennen wir in unserem Leben Veränderungen, die wir von selbst nie angestrebt hätten. Jetzt müssen wir einsehen, dass wir durch sie gereift sind. Die Veränderung hat uns gezwungen, uns neue Gebiete zu erschließen und neue Seiten an uns zu entdecken, die wir bis dahin nicht kannten. Welche Schwierigkeit und Veränderung uns heute auch begegnen mag, wir können uns stets auf unser Programm verlassen. Und wir sind in Kontakt mit unserer Höheren Macht, die uns immer zur Verfügung steht.

Heute will ich versuchen, das Leben leichter zu nehmen, damit ich mit dem Fluss des Lebens fließen kann.