9. Mai

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine Eingebung nicht wie ein Blitzstrahl einschlägt und auch nicht durch Zielstrebigkeit und Ehrgeiz erzwungen werden kann. Sie wird uns ganz langsam, still und kontinuierlich zuteil, wenn wir ihr nur Tag für Tag die Chance geben, zu fließen und sie mit ein wenig Alleinsein und Muße willkommen heißen.
Brenda Ueland

Wir neigen dazu, handlungsorientiert zu sein und wollen schnelle Erfolge in kurzer Zeit erreichen. Unsere Gesellschaft fördert diese Haltung, besonders bei Männern.

Jetzt jedoch sind wir auf der Suche nach spirituellem Wachstum. Wir sind auf der Reise nach innen und bemühen uns um eine enge Beziehung zu unserer Höheren Macht, zu uns selbst und zu anderen Menschen.

Spiritueller Fortschritt wird möglich, wenn wir unsere Geschäftigkeit und unseren Ehrgeiz aufgeben. Für eine Eingebung werden wir nur empfänglich, wenn wir ihr in unserem Leben durch Nichtstun, Alleinsein und Muße Raum geben.

Dieser Augenblick ist ein solcher Raum, in dem wir kein klares Ziel haben, sondern über uns selbst und unseren Weg zur Genesung nachdenken. Dadurch werden wir empfänglich für Eingebungen, Inspirationen und jene tieferen Bereiche, deren Entwicklung nicht in unserer Hand liegt.

Heute weiß ich, dass ich mich nur dann spirituell weiterentwickeln kann,
wenn ich in meinem Leben Raum dafür lasse.