Rückfall
Die
Tatsache, dass wir uns im Rueckfalls-Prozess befinden, bedeutet
nicht, dass wir trinken MUESSEN. Viele unter uns haben waehrend
unserer trockenen/nuechternen Tage, Wochen, Monate, und Jahre
Rueckfalls-Erscheinungen gehabt. Rueckfall bedeutet nicht das
Ende des nuechternen Lebens--wir haben eine chronische,
fortschreitende Krankheit, die--genau wie das Leben--ihr eigenes
'rauf-und-runter' Muster hat. WIR duerfen zusammen auf dem Weg
der Genesung weitergehen, wenn wir das ERSTE GLAS/DROGE
STEHENLASSEN.
Ein Rueckfall ist ein Prozess der (fuer trockene/nuechterne
suchtkranke Menschen) zum Gebrauch von Alkohol oder
stimmungsveraendernden Drogen fuehren kann--er ist nicht das
Resultat des Gebrauchs. Die folgenden Beobachtungen, Ereignisse,
und Verhalten koennen (einzeln oder zusammen) andeuten, dass ich
mich im Prozess des Rueckfalls befinde:
- 1.
Ich fange an daran zu zweifeln, dass ich weiterhin faehig
bin, trocken/nuechtern zu bleiben.
- 2.
Ich verleugne meine Befuerchtungen.
- 3.
Ich ueberzeuge mich dass ich 'nie wieder' trinken oder
Drogen gebrauchen werde.
- 4.
Ich entschliesse mich, dass Abstinenz alles ist, was ich
brauche.
- 5.
Ich versuche, andere zur Abstinenz zu ueberreden.
- 6.
Ich werde ueber meine Genesung ueber-selbstsicher.
- 7.
Ich vermeide es, ueber meine Probleme und Genesung zu
sprechen.
- 8.
Ich vermeide meinen Sponsor, oder sage zu mir selbst, 'Ja,
aber ...' zu dem, was mein Sponsor mir sagt.
- 9.
Ich benehme mich in einer krankhaften Art und Weise (ueber/unterarbeiten,
zwanghaft reden oder schweigen, usw.).
- 10.
Ich ueber-reagiere bei stresserzeugenden Situationen.
- 11.
Ich fange an, mich zu isolieren.
- 12.
Ich beschaeftige mich ausschliesslich mit einem Bereich
meines Lebens.
- 13.
Ich fange an, unter milden Depressionen zu leiden.
- 14.
Ich fange an, willkuerliche oder unrealistische Plaene zu
schmieden.
- 15.
Ich lebe in dem 'hier und dann.'
- 16.
Ich bemerke, dass mein Leben anfaengt zu scheitern.
- 17.
Ich fange an, untaetig vor mich hinzutraeumen und
beschaeftige mich mit nutzlosen Wuenschen.
- 18.
Ich sehe meine Probleme als unloesbar an.
- 19.
Ich sehne mich nach Gluecklichkeit aber weiss nicht was
es ist.
- 20.
Ich vermeide erfreuliche Freizeit.
- 21.
Ich ueber-analysiere mich.
- 22.
Ich fuehle mich von Familienmitgliedern und Freunden
irritiert.
- 23.
Ich erfahre Zeitraeume in denen ich verwirrt bin.
- 24.
Ich werde leicht veraergert.
- 25.
Ich fange an, andere Menschen, Orte, Dinge, und Umstaende
zu blamieren wenn ich Probleme habe.
- 26.
Ich beginne an meiner Krankheit zu zweifeln.
- 27.
Ich esse unregelmaessig (oder zu viel/zu wenig).
- 28.
Ich erfahre innere Unruhe.
- 29.
Ich schlafe unregelmaessig (zu viel, zu wenig, ueberhaupt
nicht).
- 30.
Nach und nach, distanziere ich mich von meiner taeglichen
Routine.
- 31.
Ich erfahre Zeitraeume von tiefer Depression.
- 32.
Ich gehe selten zu 12-Schritte Meetings und halte manche
Termine fuer die Nachsorge nicht ein.
- 33.
Ich entwickele eine 'mir-ist-alles-egal' Einstellung.
- 34.
Ich fange an Geld, Sex, und Macht zu horten.
- 35.
Ich lehne Angebote der Hilfe ab.
- 36.
Ich fange an, Schmerzen und Beschwerden zu fuehlen.
- 37.
Ich rationalisiere, dass trinken/Drogen gebrauchen mir
das Leben nicht mehr versauen kann, als es schon ist.
- 38.
Ich fuehle mich machtlos und hilflos.
- 39.
Ich bemitleide mich selbst.
- 40.
Ich habe Fantasien ueber 'normales' Trinken oder
Drogengebrauch.
- 41.
Ich fange an, bei vollem Bewusstsein zu luegen.
- 42.
Ich erhoehe meinen Gebrauch von Aspirin und anderen Präparaten.
- 43.
Ich verliere totales Selbstbewusstsein.
- 44.
Ich eigne mir unvernuenftige Veraergerungen an.
- 45.
Ich hoere auf zu 12-Schritte Meetings zu gehen oder
Termine fuer die Nachsorge einzuhalten.
- 46.
Ich fuehle mich ueberwaeltigt vom Alleinsein, Frust,
Veraergerung, und Anspannung.
- 47.
Ich fange an, trinkende Freunde und Orte aufzusuchen.
- 48.
Ich ueberzeuge mich, dass ich 'kuriert' bin.
- 49.
Ich mache oder erfahre eine bedeutende Veraenderung in
meinem Leben.
- 50.
Ich fange an, ein Mittel (Alkohol, Droge) zu gebrauchen,
das nicht mit meinem alten Verhaltensmuster
uebereinstimmt.
- 51.
Ich praktiziere kontrolliertes Trinken/Drogen-Gebrauch.
- 52.
Ich verliere Kontrolle.
ZUR
ZUSAMMENFASSUNG: Die beste Vorbeugung ist -- DAS ERSTE GLAS
STEHENLASSEN.
