Wir alle sind, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, aus einer Ganzheit in diese Welt geworfen, die uns durch die Vielfalt ihrer Einzelheiten die Ganzheit vergessen ließ. 

Was immer wir auch auf dieser Welt tun, um unseren unbewußten oder bewussten Hunger und Durst nach Einheit zu stillen,  die Welt wird es uns nicht geben können. 

Erst wenn in uns durch Schmerz, Not, Verzweiflung, Aussichtslosigkeit der Hunger und Durst sich so gesteigert hat, dass wir es nicht auszuhalten gewillt sind und die Welt  nicht mehr in der Lage ist, uns eine Lösung zu versprechen, dann werden wir alles fallen lassen, was uns lieb, wert und teuer war, und erst durch diese bedingungslose Kapitulation, wenn wir nichts mehr in den Händen haben,  wird uns all das geschenkt,  um das wir auf unsere Art verzweifelt ein ganzes Leben lang gerungen haben.

“Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes - das inwendig in Euch ist - und nach seiner Gerechtigkeit, und alles andere wird Euch gegeben.” 

Dr. med. Walther H. Lechler